Track of the Week #6

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by xrschandmaul

Hovering. Kommt euch dieser Name bekannt vor?
Fangen wir ganz von vorne an. „to hover“ heißt so viel wie „schweben“. Hovering – jedem Trackmaniac, der ausgiebig TmO gespielt hat, oder schon länger in TmU unterwegs ist, wird dieser Strecke schon einmal über den Weg gelaufen sein.Erinnert ihr euch? Genau, das ist diese Strecke mit den vielen Sprüngen, mit den ultraschweren Übergängen und den astronomisch wirkenden Rekorden. Diese Strecke ist Fullspeed und Fahren am Limit. Halt: Fullspeed bis zum Schluss! Jeder der diese Strecke kennt, ist bei ihr auch schon übers Ziel geflogen. Wo wir wieder beim Schweben wären.
Der von Panis gebaute Oldie gehört zu den erfolgreichsten und bekanntesten Strecken in Trackmania Original. Mit 45 Awards ist die Strecke immerhin Platz 12 der All-Time-Favourites. In Trackmania United entspricht dies etwa 120 Awards. Für die damals noch kleine Community eine wahnsinnig gute Bewertung und eine der wenigen Strecken aus dem Vater aller Trackmania-Spiele, die bis heute in Trackmania United überlebt haben.Diese Strecke bekommt einen Nachfolger. New Hovering.
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Wallaby hat sich daran gemacht, eine Fortsetzung zu der erfolgreichsten Strecke von Panis zu bauen. Jeder der jetzt denkt, dass Wallaby nur unfähig war, eine eigenständige Strecke mit selbst erdachtem Namen zu machen, sei hiermit eines besseren belehrt. Er setzt die Strecke nicht nur fort. Nein, er setzt die Stärken verschiedener Strecken von Panis ein ohne jedoch die Schwächen zu übernehmen. Er schafft den perfekten Spagat zwischen Old-School und Neuem. Man fühlt sich in die Zeit von TmO zurückversetzt, ohne die moderne Streckenbaukunst zu vermissen.
Wie schafft er das?Kernelement ist und bleibt der Stil von Panis. Atemberaubende Geschwindigkeit, lange Sprünge, enge Passagen und ein durchgehender Fahrfluss in Höchstgeschwindigkeit.
Die Sprünge und Übergänge hingegen sind dann die Kreation Wallabys: Es ist eine Art Crème de la Crème der Streckenpassagen, die man in einem Querschnitt über alle TmO-Strecken finden kann. Wallaby zaubert aus diesen Einzelteilen eine Komposition, die an allen Ecken und Ende absolut zueinander stimmig ist. Eine perfekt anmutende Verschachtelung der Streckenbausteine, herrliche und unerwartete Übergänge und Snow-Highspeed in seiner besten Form. Die Teile sind platziert, wie wenn sie dort schon immer hingehört hätten. Manchmal passt gerade mal noch ein Papier zwischen Auto und der tödlichen Kante, an der sich das Auto aufhängen könnte. Und doch schafft man es Mal für Mal, Kante für Kante, Millimeter vor einem Crash, alle Hindernisse zu überschweben.

Highlights sind die Übergänge von Holz auf die Schneedächer sowie der lange Sprung aus dem Tunnel kurz vor Schluss, wo man durch einen winzigen Ditscher auf einer eigenen Plattform noch einmal genug Schwung mitnimmt um auf dem nächsten Block zu landen.Wie es mit dem fliegen aber so ist: Irgendwann landet man. Und das passiert in Wallabys Strecke sehr häufig. Die Strecke hat einen äußerst hohen Schwierigkeitsgrad, weil jeder Fehler das Aus bedeutet. Die Checkpoints sind vielleicht Zierde oder Zeitenvergleich aber sicherlich keine sinnvolle Alternative für einen Respawn. Jeder mittlere Fahrfehler führt hier also unweigerlich zum Aus. Speziell am Ende kann dies doch leicht frustieren.Der Hang zum Perfektionismus schlägt bei dieser Strecke allerdings so stark auf den Spieler über, dass wohl keiner aufgibt, bevor er mindestens einmal perfekt durchgekommen ist.

Ansonsten ist die Strecke mit allem ausgestattet, was ein Überflieger so mit sich bringt: Intro, Outro und GPS runden den Holzrampen-Höllenritt gelungen ab.

New Hovering vs. Hovering

Beim Vergleich mit dem Original von Panis ist „New Hovering“ Gewinner und Verlierer zugleich. Gewinner in Sachen Streckendesign, Übergängen, Fahrfluss und Innovationen. Verlierer in Sachen Bekanntheitsgrad. Hier hatte Panis durch damals absolut innovative Blockkombinationen und die überschaubare Upload-Frequenz auf TmX große Vorteile. An diese innovativen Kombinationen erinnert sich jeder. Genauso jedoch an die vielen Frustmomente in Panis Tracks, die teilweise regelrechten Designsünden entsprechen.
Hier kann Wallaby dann wieder punkten: Er erfindet Snow mit seiner Strecke nicht neu. Aber im Gegensatz zu Panis glänzen hier nicht nur kurze Einzelmomente, sondern die ganze Strecke auf einer Dauer von mindestens 53 Sekunden!

Am Schluss bleibt zu sagen: New Hovering ist nicht nur eine würdige Fortsetzung, sondern eine durchdachte, erweiterte und vor allem verbesserte Variante des mittlerweile doch stark in die Jahre gekommenen Originals!
Für diese Leistung kann man Wallaby gar nicht genug loben.

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  1. Wunderschönes Review, aber ich hätte noch schön gefunden, wenn der Screenshotmacher irgendwo erwähnt worden wäre … ^^

    Für alle, die’s interessiert:http://forum.deepsilver.com/forum/showpost.php?p=326631&postcount=27

    Ich habe den Track noch nicht bis zum Ziel geschafft, aber dank Wall-Es (sorry, musste sein :D) Replay habe ich einen schönen Einblick gewonnen.
    Award folgt (wenn ich dran denke…)

    Echt wundervoller Track, und wer das Review liest und sich den Track mal anschaut, wird nicht umhin kommen, ihn zu awarden. 😉

  2. Echt klasse Review Schandmaul! Du hast mega Talent im Texte schreiben :).
    Genauso hab ich den Track auch empfunden…
    Werd gleich ma meinen Award nachholen^^

  3. jop wunderbares review, kann ich nur zustimmen 🙂
    ein vergleich der strecken ist natürlich schwierig, waren die ideen dazumal ja noch revolutionär. da sieht man gut die entwicklung im trackbau-geschäft mittlerweile 😉

    super!!

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