Track of the Week #10 – Lake of Fire

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by tmjonas

„Lake of Fire“ heisst nicht nur der ein bekannter Song der Meat Puppets, sondern auch die neuste Strecke von Gadget. Der Name Gadget wird vielen Leuten was sagen, die sich schon länger mit der Trackbauszene auseinandersetzen. Denn Gadget ist sozusagen ein „Oldie“ in der TM-Welt. Mit TMN begonnen, wandte er sich schnell TMO zu, wo er auf die Desert Umgebung stiess. Bis heute hat er speziell in dieser Umgebung seine Ideen verwirklicht und die verschiedensten Tracks darin gebaut.

Lake of Fire von gadget

Seine neuste Kreation ist nicht leicht, in eine Schublade zu kriegen. Er selbst bezeichnet sie als einen „Mix zwischen Tech und Flow“ aber auch knifflige Transitions und Sprünge kommen darin nicht zu kurz. Grundsätzlich lässt sich die Strecke in verschiedene „Teilgebiete“ unterteilen, die sich ziemlich deutlich voneinander abheben. Der Startpart „an dem alles hing“ und der „die Grundidee der Strecke“ darstellt, wie er sagt, ist durch viele geneigte Platformkurven charakterisiert. Was zu Beginn seltsam wirkt entpuppt sich nach und nach als süchtigmachende und knifflige Passage. Dort nicht zu sliden ist gar nicht so leicht!

Ein erster Diagonalsprung löst dann eine Reihe weiterer Transitions und Sprünge aus. Bei dieser Passage steigert sich der Speed auf ein Maximum, ohne technisches (Fahrer)können hat man es dort aber ebenso schwer wie beim technisch anspruchsvollen Beginn. Hier zeigt Gadget, dass er sowohl Tech als auch Speed bauen kann. „Ich habe mich nie auf einen Style festgelegt“, sagt er denn auch. Und trotzdem schafft er es, mit seinem „Gadget-Touch“ sämtliche seiner Strecken zu unterlegen. Um ihn zu spüren muss man aber mehrere seiner Strecken gefahren sein 😉

Nach dem jumpigen Mittelteil läutet eine besonders clevere Kurve den Endteil ein. Dies ist wohl die Stelle, an der man am meisten Zeit gewinnen kann, da gleich darauf ein bremsender Offroadpart folgt. Warum diese Kurve so speziell ist, ist schwierig zu erklären, dazu fährt man am besten den Track in der Absicht, eine gute Zeit zu fahren.

Auf jedenfall ist es der layouttechnisch wohl interessanteste Part der ganzen Strecke. Der Offroadpart wiederum führt einem in den letzten „Teilabschnitt“ der Strecke. Das Finish kommt näher, doch sind noch ein paar tolle Transitinons zu meistern, bevor es danach nochmals einen schönen Übergang in eine Techkurve gibt – einer der Gründe, warum diese Strecke so motivierend ist.

Manch einer mag nach der ersten Finisheinfahrt sagen, der Track sei nichts Besonders oder zu bumpig. Ehrlicherweise freundete ich mich auch erst nach ein paar Fahrten mit dem Track an, dann mit fortschreitender Zeit aber umso stärker. „Smoothness ist mir wichtig, für eine gelungene Idee kann ich aber auch kleine Abstriche verzeihen“, sagt Gadget. Und in einem gewissen Sinn stimmt das auch mit diesem Track überein, obwohl man mit geschicktem Fahren das letzte Quäntchen Smoothness herausholen und die Strecke bumpfrei fahren kann.

Etwas anderes, was mich an diesem Track fasziniert ist die Tatsache, dass er zugleich leicht zu beenden als auch unglaublich motivierend immer wieder zu fahren ist. Gadget wollte „einen leichten Track“ bauen, doch ihn zugleich auch motivierend zu machen, das ist hohe Mappingkunst.

Ein anderer Aspekt zielt auf seine Grundidee. Diese geneigten Platformkurven ziehen sich trotz der oben erwähnten Drei-Part-Struktur mehr oder weniger durch die gesamte Strecke hindurch. Somit entsteht ein gewisses „Thema“, das der Map eine Identität gibt.

Im Bereich MT ist die Map aufs Nötigste reduziert, was neben diesem Track auch nicht weiter stört. Die Scenery ist sehr hübsch anzuschauen und nett gestaltet, was nicht zuletzt daran liegt, dass Dakkon dort seine Finger mit im Spiel hatte.

Ich kann diese Strecke wirklich jedem – egal ob Desert-Liebhaber oder nicht, egal ob Speed- oder Techfreak – empfehlen. Sie wird von Fahrt zu Fahrt spannender, bietet in allen Bereichen Spass und zeigt, dass ein flowiger Mix aus Speed und Tech sehr wohl möglich ist.

PS: Wir haben mit Gadget ein langes Interview geführt, das aufgrund einer technischen Panne unsererseits verloren gegangen ist. Einige Grundgedanken von Gadget haben dennoch ihren Weg ins Review gefunden.

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  1. Große Ehre für mich, daß mein neuester Track als TotW ausgewählt wurde & hier einem breiteren Publikum präsentiert wird.

    Der Artikel ist klasse geschrieben & die „geretteten“ Interviewpassagen sind hervorragend eingefügt worden.

    Möchte mich auf diesem Weg ganz herzlich beim gesamten Team des TM-Blogs, insbesondere aber bei tmjonas bedanken.

  2. Sehr schöne Review! Ich werd den Track, sobald ich die Finger wieder am Lenkrad habe ausprobieren!

  3. Sorg, dass das sehr bald ist Schandi !!!! :p

    Das Review les ich mir heut abend durch und den Track werd ich dann iwann testen (ich bin lahm mit sowas ^^)

  4. Danke dir gadget, freut mich, dass er dir gefällt!
    Auch dank dir schand. 😉

    Mal schauen, wann ich mich wieder an ein Interview heranwag. 😀

  5. Ich weiß, dass mich keiner mag Gary, aber man muss ja schauen wo man heute bleibt: Man wird älter und älter und muss sich irgendwie fit halten! 😉

    Wieder mal schön getippelt alles hier!

  6. Ich hab nix gegen dich (war sogar funny beim Advents-race und beim GSN-Rennen ;p)

    Aber das cutten nervt halt ab und zu, wenn man sich ka wielang anstrengt ne geile Zeit zu fahren und dann kommt einer (meistens du xD) und cuttet einen weg -.-

  7. Hab ja schon auf TMX erwähnt, daß mir klar war, daß die Strecke cutable ist.
    Leider ist der cut auch durch die Platzierung von scenery blöcken nicht zu verhindern. Habe da mehrere Varianten probiert, bin aber immer an den Baubegrenzungen gescheitert. Einzige Lösung wäre gewesen, den betreffenden Part komplett umzugestalten. Das wollte ich aber auch nicht, weil der Track dann seinen Charakter verloren hätte. Die einfachste Lösung bestünde darin, man würde über die schrägen Platform CPs verfügen, wie es sie in Bay gibt. Dann wäre Marcis „Cut Hunt“ erfolglos geblieben.

  8. In solchen Fällen kommt man wohl nicht um einen kleinen MT-Einsatz herum, was in diesem Fall auch funktionieren würde.

    Dein Replay ist witzig anzuschauen Marci, wie immer, aber es gibt halt schon Fälle (und dieser ist meiner Meinung nach einer) wo es eher nervend ist. Sandder und table hatten ziemlich geile Zeiten hochgeladen…
    Man könnte sich ja auch mit nem Link zur Replay-Cut-Datei im jeweiligen Comment begnügen 😉

    Aber egal, ich werde sicher nochmals dransitzen nach dem Update.

  9. Den Cut durch MT zu vermeiden, daran habe ich ehrlicherweise überhaupt nicht gedacht.
    Track ist nun geupdated.
    Dank für den Tipp, Jonas.

  10. Es tut mir ja auch irgendwie teilweise Leid und ganz selten halte ich mich dann auch zurück – vorallem bei Turnieren etc.
    Aber so lernt jeder noch was dazu! 😉
    Bin mal nochmal kurz ein Replay gefahren diesmal mit dem MT drin. Es gab (leider) noch ein Möglichkeit!

  11. :-/
    Das nächste mal lässt du Marci drüberchecken, ob ein Update wirklich was bringt. Wenns bis zum Schluss cutbar bleibt, war das Update wertlos..

  12. Joa, ich werd demnächst auch, bevor ich ne Map release, Kontakt mit Marci aufnehmen xD

    Aber keine Angst, sowas passiert nur 1x pro Schaltjahr ^^

  13. starker track – normalerweise mag ich knifflige transitions nicht, da ich dabei meisten die route verliere -aber hier hatte ich nach ein paar versuchen den weg raus und nach einigen weiteren habe ich es sogar fast zur goldmedaille gebracht (was bei meinem 6-stelligen ranking schon was heissen will 😉

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